Hämato-Onkologie

Standort Leoben

Liebe Patientinnen und Patienten! Sehr geehrte Zuweiser!

Im M√§rz 2004 wurde die H√§mato-Onkologie als Department am LKH Hochsteiermark Standort Leoben er√∂ffnet. Nun sind wir als Abteilung f√ľr Innere Medizin und H√§mato-Onkologie f√ľr die h√§mato-onkologische Versorgung unserer obersteirischen Patient*innen zust√§ndig.

Unsere Internetseite soll Ihnen unsere Abteilung vorstellen. Weiters möchten wir Ihnen möglichst allgemein verständlich darstellen, was wir Patient*innen mit Bluterkrankungen oder Tumorerkrankungen in der Obersteiermark anbieten können.

Wir haben versucht, die Seite so weit wie m√∂glich allgemein verst√§ndlich zu halten und freuen uns √ľber R√ľckmeldungen an unsere angegebene Kontaktadresse.

Wir planen diese Seite fortlaufend zu aktualisieren und hoffen, dass dies eine Hilfe f√ľr erkrankte Menschen in der Obersteiermark sowie eine Unterst√ľtzung f√ľr Angeh√∂rige und auch behandelnde Kolleg*innen darstellt. Zus√§tzlich finden Sie auf dieser Seite wichtige Kontaktadressen und k√∂nnen sich eingehender √ľber unsere Abteilung informieren.

Diese Seite soll und will keinesfalls ein pers√∂nliches Gespr√§ch ersetzen, dient aber zur raschen Orientierung f√ľr unsere obersteirischen Patient*innen bzw. deren Angeh√∂rigen und behandelnden √Ąrzte und √Ąrztinnen.

Ihr Prim. Dr. Thamer Sliwa

©SliwaThamer
Leitung

Prim. Dr. Thamer Sliwa

Tel.: +43 (3842) 401 2821
Mail: Thamer.Sliwa@kages.at

 

Pflegeleitung (Med. Station):

Daniela Jamnig, MSc MBA
Mail: daniela.jamnig@kages.at

Pflegeleitung (Med. Funktion):

Anita Weißenbacher
Mail: anita.weissenbacher@kages.at

Liebe Patientinnen und Patienten! Sehr geehrte Zuweiser!

Im M√§rz 2004 wurde die H√§mato-Onkologie als Department am LKH Hochsteiermark Standort Leoben er√∂ffnet. Nun sind wir als Abteilung f√ľr Innere Medizin und H√§mato-Onkologie f√ľr die h√§mato-onkologische Versorgung unserer obersteirischen Patient*innen zust√§ndig.

Unsere Internetseite soll Ihnen unsere Abteilung vorstellen. Weiters möchten wir Ihnen möglichst allgemein verständlich darstellen, was wir Patient*innen mit Bluterkrankungen oder Tumorerkrankungen in der Obersteiermark anbieten können.

Wir haben versucht, die Seite so weit wie m√∂glich allgemein verst√§ndlich zu halten und freuen uns √ľber R√ľckmeldungen an unsere angegebene Kontaktadresse.

Wir planen diese Seite fortlaufend zu aktualisieren und hoffen, dass dies eine Hilfe f√ľr erkrankte Menschen in der Obersteiermark sowie eine Unterst√ľtzung f√ľr Angeh√∂rige und auch behandelnde Kolleg*innen darstellt. Zus√§tzlich finden Sie auf dieser Seite wichtige Kontaktadressen und k√∂nnen sich eingehender √ľber unsere Abteilung informieren.

Diese Seite soll und will keinesfalls ein pers√∂nliches Gespr√§ch ersetzen, dient aber zur raschen Orientierung f√ľr unsere obersteirischen Patient*innen bzw. deren Angeh√∂rigen und behandelnden √Ąrzte und √Ąrztinnen.

Ihr Prim. Dr. Thamer Sliwa

©SliwaThamer
Leitung

Prim. Dr. Thamer Sliwa

Tel.: +43 (3842) 401 2821
Mail: Thamer.Sliwa@kages.at

 

Pflegeleitung (Med. Station):

Daniela Jamnig, MSc MBA
Mail: daniela.jamnig@kages.at

Pflegeleitung (Med. Funktion):

Anita Weißenbacher
Mail: anita.weissenbacher@kages.at

Besuchsregelungen

Besuche sind grundsätzlich erlaubt, sollten jedoch vorzugsweise
nachmittags stattfinden (ab 13.00 Uhr).

Die Anzahl der erw√ľnschten Besucher*innen soll m√∂glichst gering gehalten werden. Individuelle L√∂sungen werden je nach aktueller Situation gesucht .

Angeh√∂rige mit Infekten d√ľrfen nur bei dringlich notwendigem Kontakt zu Besuch kommen.

Im Zweibettzimmer m√ľssen Nachbarpatient*innen jedenfalls mitber√ľcksichtigt werden.

Behandlung & Therapie

Der Begriff Hämatologie bezeichnet die Wissenschaft der Blutlehre. Dies umfasst sowohl gutartige Blutbildveränderungen als auch bösartige Erkrankungen (z.B. Leukämie), aber auch Bildungsstörungen des Knochenmarks, Blutbildveränderungen durch immunologische Prozesse und Störungen der Blutgerinnung.

Onkologie beschäftigt sich mit bösartigen Tumorerkrankungen, deren Prävention, Diagnostik und Therapie.

Ambulanzen

√Ėffnungszeiten

Tag

Allgemeine Ambulanz

(Standort Leoben, Hauptgebäude 3. Stock)

nach telefonischer Terminvereinbarung

(Mo-Fr 07.45 - 13.00 Uhr)

+43 (3842) 401 2821

Notfallaufnahme/ Notfalleingriffe

täglich 0.00 - 24.00 Uhr

+43 (3842) 401 2494

Therapie

Mo-Fr von 07.45 - 16.00 Uhr

+43 (3842) 401 2825

Termine

Mo-Fr von 09.00 - 15.00 Uhr

+43 (3842) 401 2822

Unsere Ambulanz besteht aus

  • dem Ambulanzsekretariat,
  • 3 Untersuchungsr√§umen,
  • einem Eingriffsraum,
  • einem Therapieraum mit 9 ambulanten Therapiepl√§tzen.

Die Betreuung der Patienten erfolgt durch Fach√§rzte f√ľr H√§mato-Onkologie, Assistenz√§rzt*innen und unseren Studienkoordinator*innen, die die Patienten betreuen, welche an einer klinischen Studie teilnehmen (klinische Studien an unserer Abteilung). Das Team wird durch sieben Diplomkrankenschwestern und Sekret√§rinnen vervollst√§ndigt.

Bei vielen Patient*innen wird vorab ein Blutbild bestimmt. Daf√ľr kommt t√§glich um 8.00 und um 9.30 Uhr eine MTA in die Ambulanz. Ansonsten ist es n√∂tig, dass die Patienten selbst ins Labor zum "Fingerstechen" gehen.

Die Vorstellung bei der √Ąrztin/beim Arzt erfolgt in den meisten F√§llen erst nach vorliegen des Blutbildes, damit Therapiekonsequenzen daraus gezogen bzw die Therapie sicher durchgef√ľhrt werden kann. Es kann auch n√∂tig sein, weitere zielgerichtete Untersuchungen zu veranlassen. Wir sind bem√ľht, die sich daraus ergebenden Wartezeiten (Blutabnahme, Transport ins Labor und Bearbeitungszeit) m√∂glichst kurz zu halten.

Diagnostische Eingriffe wie z.B. Jamshidi-Punktionen (Beckenkammpunktion) oder intrathekale Therapien (Injektionen in den Liquorraum) werden an unserer Ambulanz durchgef√ľhrt.

Jede*r Patient*in erh√§lt einen Kurzarztbrief in welchem Therapieempfehlungen und weitere erforderliche Untersuchungen festgehalten werden. Auch der n√§chste Termin ist dort vermerkt. In einem gr√∂√üeren zeitlichen Abstand erh√§lt die Haus√§rztin/der Hausarzt einen ausf√ľhrlichen Arztbrief. Koordinierende Instanz in der √§rztlichen Betreuung bleibt auch weiterhin die Haus√§rztin/der Hausarzt.

Chemotherapeutika werden in unserem Therapieraum verabreicht. Orale Chemotherapien sowie die Begleitmedikation nach Infusionschemotherapie werden rezeptiert und begleitende Medikamente muss die Hausärztin/der Hausarzt verordnen.

Ambulanzzeiten / Kontakt

Allgemeine Ambulanz

(Standort Leoben, Hauptgebäude 3. Stock)

nach telefonischer Terminvereinbarung

(Mo-Fr 07.45 - 13.00 Uhr)

Telefon: +43 (3842) 401 2821

 

Notfallaufnahme/ Notfalleingriffe

täglich 0.00 - 24.00 Uhr

Telefon: +43 (3842) 401 2494

 

Therapie

Mo-Fr von 07.45 - 16.00 Uhr

Telefon: +43 (3842) 401 2825

 

Termine

Mo-Fr von 09.00 - 15.00 Uhr

Telefon: +43 (3842) 401 2822

Ambulanz

Unsere Ambulanz besteht aus

  • dem Ambulanzsekretariat,
  • 3 Untersuchungsr√§umen,
  • einem Eingriffsraum,
  • einem Therapieraum mit 9 ambulanten Therapiepl√§tzen.

Die Betreuung der Patienten erfolgt durch Fach√§rzte f√ľr H√§mato-OnkologieAssistenz√§rzte und unseren Studienkoordinatoren, die die Patienten betreuen, welche an einer klinischen Studie teilnehmen (klinische Studien an unserer Abteilung). Das Team wird durch sieben Diplomkrankenschwestern und Sekret√§rinnen vervollst√§ndigt.

Infos zum Ambulanzbetrieb

Bei vielen Patient*innen wird vorab ein Blutbild bestimmt. Daf√ľr kommt t√§glich um 8.00 und um 9.30 Uhr eine MTA in die Ambulanz. Ansonsten ist es n√∂tig, dass die Patient*innen selbst ins Labor zum "Fingerstechen" gehen.

Die Vorstellung bei der √Ąrzin/beim Arzt erfolgt in den meisten F√§llen erst nach vorliegen des Blutbildes, damit Therapiekonsequenzen daraus gezogen bzw die Therapie sicher durchgef√ľhrt werden kann. Es kann auch n√∂tig sein, weitere zielgerichtete Untersuchungen zu veranlassen. Wir sind bem√ľht, die sich daraus ergebenden Wartezeiten (Blutabnahme, Transport ins Labor und Bearbeitungszeit) m√∂glichst kurz zu halten.

Diagnostische Eingriffe wie z.B. Jamshidi-Punktionen (Beckenkammpunktion) oder intrathekale Therapien (Injektionen in den Liquorraum) werden an unserer Ambulanz durchgef√ľhrt.

Jede*r Patient*in erh√§lt einen Kurzarztbrief in welchem Therapieempfehlungen und weitere erforderliche Untersuchungen festgehalten werden. Auch der n√§chste Termin ist dort vermerkt. In einem gr√∂√üeren zeitlichen Abstand erh√§lt die Haus√§rztin/der Hausarzt einen ausf√ľhrlichen Arztbrief. Koordinierende Instanz in der √§rztlichen Betreuung bleibt auch weiterhin die Haus√§rztin/der Hausarzt.

Chemotherapeutika werden in unserem Therapieraum verabreicht. Orale Chemotherapien sowie die Begleitmedikation nach Infusionschemotherapie werden rezeptiert und begleitende Medikamente muss die Hausärztin/der Hausarzt verordnen.

Auf der Station

Die √§rztliche Betreuung der 26 Betten erfolgt tags√ľber durch ein spezialisiertes Team bestehend aus H√§mato-Onkolog*innen, Assistenz√§rzt*innen, Stations√§rzt*innen und einer Turnus√§rztin bzw. einem Turnusarzt, nachts und an Wochenenden erfolgt die Akutversorgung durch das Allgemein-internistische Team unter h√§mato-onkologischer Rufbereitschaft.

Unter den 26 Betten sind derzeit 4 Isolierzimmer mit insgesamt 7 Betten, darunter 1 Isolierzimmer der h√∂chsten Klasse mit modernsten technischen Einrichtungen (gesamt sind 3 Betten der h√∂chsten Isolier-Klasse im Haus vorhanden) und ein speziell ausgestattetes Zimmer f√ľr die Durchf√ľhrung von Radionuklid-Therapien.

Die Station befindet sich am Standort Leoben, Hauptgeb√§ude 5. Stock

Tel.: +43 (3842) 401 2494
Fax: +43 (3842) 401 2747

Häufige Fragen

WIESO KOMMT ES BEI TUMORPATIENTEN GEH√ĄUFT ZU EINER AN√ĄMIE?
Eine Anämie (Blutarmut) kann durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden, wobei bei Tumorerkrankungen häufig mehrere Faktoren zusammenspielen. Einerseits kann hier die Anämie durch die Grunderkrankung selbst (z.B.: durch eine Infiltration des Knochenmarks und Verdrängung des blutbildenden Systems), andererseits auch als Nebenwirkung einer Chemotherapie oder einer Radiotherapie entstehen.
Chemotherapeutika zerstören Zellen, die sich schnell teilen. Dazu zählen neben den Krebszellen auch die Zellen des blutbildenden Systems, was eine Anämie zur Folge haben kann.
Weiters können manche Zytostatika (Chemotherapeutika) Zellen in der Niere schädigen, die das Erythropoetin (ein Hormon, das die Erythropoese, also die Bildung und Ausreifung der roten Blutkörperchen stimuliert) produzieren, und dadurch eine Anämie hervorrufen
Wie schwer nun die Anämie ist, die durch die Chemotherapie hervorgerufen wird, hängt unter anderem vom eingesetzten Zytostatikum, von der Dauer der Chemotherapie und ihrer Intensität ab.
Auch kann Appetitlosigkeit oder Durchfall im Rahmen der Therapie mit der Folge einer Mangelern√§hrung, durch das Fehlen bestimmter Vitamine zu einer An√§mie f√ľhren.

BEHANDLUNGSM√ĖGLICHKEITEN:
F√ľr die Behandlung einer An√§mie durch Chemotherapie stehen zwei Optionen zur Verf√ľgung: Die Bluttransfusion und die Gabe von Erythropoetin.

Die Bluttransfusion behebt die An√§mie sehr schnell und ist bei sehr niedrigem H√§moglobinwert die Therapie der Wahl. M√∂gliches, wenn auch niedriges Risiko von Bluttransfusionen sind infekti√∂se und allergische Reaktionen. Zahlreiche Infusionen (ab 30) k√∂nnen zu einer Eisen√ľberladung, geringerer Wirksamkeit und Hemmung der k√∂rpereigenen Erythropoese f√ľhren.

Die zweite Möglichkeit besteht in der Gabe von Erythropoetin. Erythropoetin ist sehr gut verträglich, hat also nur selten Nebenwirkungen zu Folge. Der Nachteil der Behandlung ist jedoch, dass sich das Blutbild hier langsamer und nicht bei jedem Patienten regeneriert.

Was ist Anämie?

Unter Anämie versteht man eine Verminderung der roten Blutkörperchen bzw. des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin). Die Normwerte sind abhängig von Alter und Geschlecht. Bei Frauen gilt ein unterer Grenzwert von 12mg/dl, bei Männern von 13 mg/dl. Liegt der Hämoglobingehalt darunter, wird von einer Anämie gesprochen. Mehr Infos...

Sind Impfungen sinnvoll ?
Impfungen werden dann angeraten, wenn der m√∂gliche Nutzen gr√∂√üer ist als die eventuellen Nebenwirkungen. Daraus folgt auch, da√ü nicht f√ľr jeden einzelnen ein Vorteil zu erwarten ist, sondern nur ein Gro√üteil der geimpften Personen profitiert. Dies ist bei Gespr√§chen mit einzelnen Personen zu ber√ľcksichtigen, wenn von Einzelerfahrungen berichtet wird.

Die Daten zur Bewertung der Impfungen werden in gro√üen Studien erhoben. Die Vorteile sind heutzutage auch deshalb f√ľr den einzelnen nicht mehr so leicht nachzuvollziehen, weil die Parade-Impfungen schon zu einer Ausrottung oder wesentlichen Eind√§mmung der Erkrankungen gef√ľhrt haben: Diphtherie, Pocken, Polio, FSME. Bei der Grippeimpfung treten schwere Epidemien auch nur zirka alle 10 Jahre auf, obwohl in jeder Grippesaison zahlreiche Opfer zu beklagen sind.

Gerade in Zeiten der Corona Pandemie stehen Impfungen mehr denn je im Fokus. Covid 19 ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die bei Patient*innen in Risikogruppen (mit eingeschränktem Immunsystem) sehr schwere Verläufe nehmen kann. Patient*innen unter Chemotherapie fallen in die Risikogruppe. Demnach wird die Covid-19-Impfung empfohlen. Diese Empfehlung inkludiert u.a. auch RNA-Impfstoffe. Abstände zu anderen Impfungen gehören strikt eingehalten.

Die Impfantwort ist bei Abwehrschw√§che durch die Krankheit oder durch durchgef√ľhrte Therapien vermindert. Die Personen, die dennoch auf die Impfung ansprechen, k√∂nnen aber umso mehr profitieren. In besonderen F√§llen besteht die M√∂glichkeit, die Impfantwort mit einer Blutabnahme zu √ľberpr√ľfen. Nebenwirkungen der Impfung bleiben bei Abwehrgeschw√§chten selten. Lebendimpfungen (Masern, Mumps, R√∂teln) sind aber im allgemeinen nicht erlaubt.

‚ÄěPersonen mit Abwehrschw√§che‚Äú (Center of Disease Control): Lymphom, Leuk√§mie, Myelom, nach Transplantationen, bei fortgeschrittenen Tumorerkrankungen, bei Therapie mit Chemotherapeutika, bei Bestrahlungstherapien, unter Therapie mit hohen Dosen von Cortison-Pr√§paraten oder bei angeborener Abwehrschw√§che, bei Milzentfernung, bei Befall der Milz durch eine Erkrankung.

Aktuelle Impfempfehlungen:
Die Impfempfehlungen werden in gro√üen internationalen und nationalen Kommissionen ausgearbeitet. √Ėsterreichische Impfempfehlungen (2005) betreffend Impfungen bei Abwehrschw√§che finden sich als Download √ľber die Homepage des Gesundheitsministeriums: http://www.gesundheitsministerium.at.

Herk√∂mmlich dosierte Chemotherapien werden von √§lteren Patient*innen gleich gut vertragen wie von j√ľngeren Patient*innen, vorausgesetzt die verminderte Leistung von Niere und Leber wird ber√ľcksichtigt. Dazu mu√ü oft die Funktion der Leber durch eine Blutabnahme und die der Niere durch Blut- und Harnuntersuchung (Sammelharn aus 24 Stunden) bestimmt werden. Auf weitere Vorerkrankungen ist bei der Wahl der Therapie R√ľcksicht zu nehmen, insbesondere auf Herzerkrankungen (Herzultraschalluntersuchung). Eine Anpassung der Dosis ergibt sich oft auch aus Blutbildkontrollen, vor allem nach dem ersten Therapiezyklus.

Ansprechraten unterscheiden sich im allgemeinen in den verschiedenen Altersgruppen nicht. Auch der Nutzen der adjuvanten Chemotherapie (Sicherheitsbehandlung nach vollständiger Entfernung des Tumors) ist sehr oft bei alten Patienten noch eindeutig gegeben, wenn man die heutzutage hohe Lebenserwartung (ein 80-jähriger wird im Schnitt 87 Jahre alt - laut Statistik) in Betracht zieht.

Die Beteiligung von Angeh√∂rigen an den Besprechungen ist unsererseits immer willkommen. H√§matoonkologische Erkrankungen stellen oft nicht nur eine Belastung f√ľr die betroffenen Patient*innen, sondern auch f√ľr die Angeh√∂rigen dar. Besonders bei Erstvorstellungen kann so auch die Familie fr√ľhzeitig in Erfahrung bringen, welche Probleme auftreten k√∂nnen. Au√üerdem stehen Patient*innen meist in einer Stress-Situation, die die Kommunikation erschwert. Angeh√∂rige k√∂nnen dann Informationen oft besser aufnehmen, weitere Fragen stellen und so vermittelnd eingreifen.

Chemothereutika k√∂nnen auch die Keimzellen sch√§digen, sowohl bei Frauen als auch bei M√§nnern. Dadurch ist unter und unmittelbar nach Therapie eine h√∂here Mi√übildungsrate (mehr als die 4% ‚Äěnat√ľrliche‚Äú Rate) denkbar.

F√ľr beide Geschlechter gilt die Empfehlung, zumindest 3 Monate nach Ende der Therapie keine Kinder zu bekommen. Bei Frauen neigt man aus theoretischen Erw√§gungen eher dazu, 1-2 Jahre lang von Schwangerschaften abzuraten.

W√§hrend Chemotherapien ist es dringend erforderlich, Schwangerschaften zu verh√ľten! (Methoden nach Absprache mit H√§matoonkologin/H√§matoonkologen und/oder Gyn√§kologin/Gyn√§kologen)

Eine Knochenmarkspunktion dient der Beurteilung der Blutbildung und der Diagnose von Erkrankungen des Knochenmarks und des blutbildenden Systems (z. B. Leuk√§mie, malignes Lymphom). Die daf√ľr ben√∂tigten Proben werden mittels Jamshidi- oder Sternalbiopsie und Aspiration gewonnen:

Jamshidi-Biopsie: Unter √∂rtlicher Bet√§ubung (Lokalan√§sthesie) und unter der Gabe von Schmerzmitteln wird der Beckenkamm punktiert und dabei ein oder mehrere Knochenmarkszylinder (Biopsate) entnommen und Knochenmark abgesaugt (Aspirat). Das so gewonnene Material wird zum Teil in unserem Labor untersucht, manchmal ist es n√∂tig, einen Teil f√ľr spezifische F√§rbungen nach Graz zu schicken. Davon ah√§ngig ist auch die Zeitdauer bis Ergebnisse vorliegen. Im allgemeinen wird f√ľr eine Woche nach Punktion ein Termin zur Befundbesprechung mit unseren Patient*innen vereinbart.

Sternalpunktion: Ist eine Gewinnung von Knochenmark aus dem Brustbein nach dem gleichen Prinzip. Sie wird seltener durchgef√ľhrt.

 

Analyse des gewonnenen Knochenmarks:

Aus dem ASPIRAT:

  • Zytogenetik: Analyse des Zellkerns um Chromosomenanomalien zu erkennen
  • FACS: Mittels Markierung von einzelnen Zellen mit Antik√∂rpern und daran gebundenen fluoreszierenden Farbstoffen k√∂nnen Blut- und Knochenmarkserkrankungen erkannt und klassifiziert werden
  • Blutausstrich: zur Beuteilung der Zellen unter dem Mikroskop
  • FISH usw.

Aus dem BIOPSAT:

  • Histologie: Einbettung, Schneiden und F√§rben des Zylinders um die Knochenmarkszellen im Mikroskop zu beurteilen.
  • Immunph√§notypisierung:
  • Zytogenetik (siehe oben)

Die Information von Angeh√∂rigen, welche die/den Erkrankte*n betreuen, stellt eine wichtige Aufgabe f√ľr unser Team dar. Sie kann aber nur mit der Einwilligung der/des Erkrankten erfolgen. Aus diesem Grund sind telefonische Ausk√ľnfte auch nur in manchen F√§llen m√∂glich. Eine Identifikation des Angeh√∂rigen mu√ü dann durch ein vom Patient*innen vergebenes und in der Krankenakte vermerktes Code-Wort erfolgen (die/der Patient*in entscheidet, welchen Angeh√∂rigen er sein Code-Wort anvertraut und wer damit Informationen erhalten darf).

Die direkteste Art der Kommunikation ist die unter Beisein des Patient*innen beim Vorstellungsgespr√§ch bei der √Ąrztin/beim Arzt oder bei einer Pflegebesprechung bei einer Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegeperson. Au√üerdem sollte in der Familie nur ein Ansprechpartner die Kommunikation √ľbernehmen, um Mehrfachausk√ľnfte √ľber ein- und denselben Patient*innen zu vermeiden.

Die Vorstellung der Patient*innen beim Ambulanzarzt erfolgt nach der Reihenfolge der Bestellung und -wenn erforderlich- nach vorliegen von Laborergebnissen. Die Bearbeitung der Blutabnahmen erfordert Zeit (einschließlich Transport der Laborproben ins Labor), daduch kann sich die Wartezeit verlängern.

Dringliche Fälle und Patient*innen in schlechtem Allgemeinzustand werden eingeschoben.

Knochenmetastasen / Osteolyse

Folgen einer Metastasierung in die Knochen
Skelettmetastasen entstehen, wenn sich Tumorzellen aus ihrem Verband l√∂sen und auf dem Blutweg in den Knochen streuen, und sich hier absiedeln. Krebsarten, die besonders h√§ufig in den Knochen streuen, sind: Mamma-Prostata-Lungen-und Nierenkarzinom. Diese Metastase (Tochtergeschwulst) sch√§digt den umgebenden Knochen auf mehrere Arten: Einerseits durch den erh√∂hten Druck und andererseits durch die Abgabe von Substanzen, die entweder zu erh√∂htem Knochenaufbau (Stimulation der Osteoblasten) oder zu einem gesteigerten Knochenabbau (Stimulation der Osteoklasten) f√ľhren. Durch dieses gest√∂rte Gleichgewicht wird der Knochen instabil. Es resultieren Schmerzen und eine erh√∂hte Frakturgefahr. Breiten sich Metastasen im Bereich der Wirbels√§ule aus, k√∂nnen sie auch das R√ľckenmark besch√§digen und zu L√§hmungen f√ľhren.
Wenn es sich um osteolytische Metastasen (gesteigerter Knochenabbau) handelt, so besteht zus√§tzlich die Gefahr einer Hyperkalz√§mie (durch den gesteigerten Knochenabbau wird vermehrt Kalzium freigesetzt). Die Folgen k√∂nnen einerseits Kalkablagerungen in verschiedenen Organen, wie Niere, Hornhaut,... oder auch lebensgef√§hrliche Komplikationen, wie Herzrhythmusst√∂rungen, Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung sein. Auch Psychosen und Komazust√§nde sind m√∂glich. Deshalb werden die Kalziumwerte regelm√§√üig kontrolliert, um solchen Gefahren vorbeugen zu k√∂nnen.

KNOCHENSZINTIGRAMM: Um festzustellen, ob Knochenmetastasen vorliegen, wird in der Regel ein Knochenszintigramm durchgef√ľhrt. Es handelt sich um ein sehr sensitives Verfahren, mit dem man Metastasen schon sehr fr√ľh diagnostizieren kann. Dabei wird eine schwach radioaktive Substanz (Technetium-99m) in eine Armvene injiziert. Diese reichert sich besonders im Knochen an, in stark durchbluteten Arealen, wie einem Tumor noch st√§rker als an anderen Stellen.
Anschließend wird nach ca. drei Stunden mit einer Gammakamera eine Aufnahme (Szintigramm) des gesamten Körpers gemacht. Damit kann festgestellt werden, wo sich besonders viel radioaktive Substanz angereichert hat und wo Metastasen, in welcher Ausdehnung vorhanden sind.

Sind im Knochenszintigramm suspekte Herde nachweisbar, können folgende Untersuchungen folgen:

  • R√∂ntgen
  • Computertomografie
  • Magnetresonanztomografie

Behandlungsmöglichkeiten von Knochenmetastasen

BESTRAHLUNG: Die Strahlentherapie wird bevorzugt bei solit√§ren Metastasen eingesetzt, v.a. wenn diese Schmerzen hervorrufen, oder eine erh√∂hte Frakturgefahr besteht. Die Schmerzen sollten innerhalb einiger Tage r√ľckl√§ufig sein.
Hat der Tumor sich bereits an mehreren Stellen im Skelettsystem abgesiedelt, wird in der Regel eine systemische Therapie durchgef√ľhrt: Biphosphonate, Chemotherapie, Hormontherapie.

CHEMOTHERAPIE: Chemotherapeutika sind zytostatische Substanzen, die den Tumor in seiner Größenausdehnung einschränken und im optimalen Fall auch verkleinern sollen. Knochenmetastasen sind Tumorgewebe und sprechen folglich ebenfalls auf die Therapie an.

HORMONTHERAPIE: Bestimmte Krebsarten, wie Prostata-und Mammakarzinom sind durch k√∂rpereigene Hormone stimulierbar. Hier kann eine Anti-Hormontherapie zu einer Verkleinerung des Tumors f√ľhren.

OPERATION: Eine Operation wird dann durchgef√ľhrt, wenn der Knochen durch die Metastase zu brechen droht, wenn bereits ein Bruch vorliegt, oder wenn das eingeengte Knochenmark entlastet werden mu√ü.

BIPHOSPHONATE: Der Einsatz von Biphosphonaten bei Patient*innen mit Knochenmetastasen zeigt einen protektiven Effekt auf alle Komplikationen von Skelettmetastasen, nämlich Schmerzen, erhöhte Bruchgefahr und Hyperkalzämie. Biphosphonate legen sich wie eine Schutzschichte auf die Knochenoberfläche (binden an die Mineralsubstanz des Knochens), und hemmen die Aktivität der Osteoklasten (Zellen, die den Knochen abbauen), wodurch sie wiederum die Auflösung des Knochens verzögern oder verhindern können.
Gleichzeitig werden erhöhte Blutkalziumspiegel gesenkt, und die Ablagerung von Kalzium in anderen Geweben und Organen vermindert. Weiters kommt es häufig zu einer Verbesserung der Schmersymptomatik und einer Verlangsamung der Progredienz der Schmerzen. Bisherige Studien zeigen außerdem, dass unter der Therapie mit Biphosphonaten Knochenfrakturen seltener auftreten.
Verabreicht werden Biphosphonate in Form einer Infusion, einmal pro Monat. Im Allgemeinen weisen Biphosphonate eine gute Vertr√§glichkeit auf. Die am h√§ufigsten auftretenden unerw√ľnschten Nebenwirkungen sind: Fieber, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Skelettschmerzen, M√ľdigkeit, gastrointestinale Reaktionen, An√§mie, Schw√§che, Husten, Atemnot und √Ėdembildung.

Nebenwirkungen von Chemotherapie

Das Auftreten von √úbelkeit und Erbrechen im Rahmen einer Chemotherapie ist unter anderem abh√§ngig von der Art und Menge des verwendeten Chemotherapeutikums. Einige Substanzen f√ľhren nur sehr selten zu √úbelkeit und Erbrechen, bei anderen ist diese Nebenwirkung fast nicht zu vermeiden. Auch eine individuell unterschiedliche Empfindlichkeit spielt eine gewisse Rolle.

Es ist √ľblich, bereits vorbeugend Medikamente gegen √úbelkeit zu nehmen. Reicht diese Medikation nicht aus, k√∂nnen zus√§tzliche Medikamente verabreicht werden. Scheuen Sie sich daher nicht, Ihre √Ąrztin/Ihren Arzt zu informieren.

Was kann ich tun?

  • Am Therapietag sollten Sie leichte Mahlzeiten wie Suppe oder Wunschkost zu sich nehmen.
  • S√ľ√üe, gew√ľrzte, fettige, stark riechende Speisen meiden
  • "N√ľchtern sein", also nichts essen, bewirkt oft das Gegenteil und ist kein Vorteil, wenn man zu √úbelkeit neigt
  • k√ľhle Getr√§nke
  • Bei schlechtem Geschmack im Mund ("metallisch") eignen sich Zitronen- oder Pfefferminzzuckerl
  • Vorsicht bei Parf√ľms und Blumen: man ist geruchsempfindlicher
  • Nach dem Erbrechen sorgf√§ltige Mundpflege, um Schleimhaut und Z√§hne zu sch√ľtzen

Eine Sonderform ist das "Erwartungserbrechen" ( bereits vor der Therapie). Hier helfen Entspannungs√ľbungen mit einer Psychologin.

Die zur Chemotherapie verwendeten Medikamente schädigen vorwiegend die sich schnell teilenden Tumorzellen. Da aber auch die Haarwurzeln zu den schnell wachsenden Geweben gehören, können sie ebenfalls von der Chemotherapie erfasst werden, die Folge ist der Haarausfall.

Ob es √ľberhaupt zu einem Haarverlust kommt und wie stark dieser auftritt h√§ngt vor allem von den verwendeten Chemotherapeutika ab. Zytostatika die h√§ufig zu Haarausfall f√ľhren sind: Cyclophosphamid, Docetaxel, Doxorubicin, Etoposid, Paclitaxel. Er kann jedoch auch bei anderen Zytostatika auftreten.

Es ist vor allem das Kopfhaar betroffen, aber es kann auch zum Verlust von Wimpern, Augenbrauen, Barthaar und Schambehaarung kommen. Meist beginnt der Haarausfall mehrere Wochen nach Start der Chemotherapie, gelegentlich fallen die Haare erst nach und nach aus.

Nach Beendigung der Chemotherapie wachsen die Haare oft schon nach wenigen Wochen wieder nach. Es kann dichter sein als zuvor und sich in der Farbe und der Beschaffenheit vom urspr√ľnglichen Haar etwas unterscheiden.

Was kann ich tun?

  • Zur Vorbeugung: Verwenden Sie milde Shampoos und m√∂glichst keine Haarkosmetika. Nach dem Waschen abtupfen, nicht rubbeln und nicht zu hei√ü f√∂hnen. Vermeiden Sie mechanische Beanspruchung wie Lockenwickler, Spangen und wichtig ist im Sommer der Schutz vor der Sonne.
  • Viele Patient*innen verwenden in dieser Zeit eine Per√ľcke. Wichtig ist, sich rechtzeitig, d.h. am Beginn der Chemotherapie um die Anschaffung einer Per√ľcke zu k√ľmmern um eine m√∂glichst gute √úbereinstimmung mit dem Eingenhaar zu erreichen.

Paravasate sind Infusionslösungen, die neben die Vene in das umliegende Gewebe gelangt sind. Dies kann durch Fehllagen des Venenkatheters, Herausrutschen desselben oder zu starkes Bewegen des Armes während der Infusion geschehen.

Zur VORBEUGUNG von Paravasaten:

  • Leitung wenn m√∂glich an der Streckseite des Unterarmes, nicht √ľber Gelenken. Bei Zustand nach Lymphknotenentfernung im Bereich der Achsel NUR die Gegenseite verwenden.
  • Bei mehrfacher Punktion der Vene sollte nicht distal der vorigen Punktionsstelle erneut punktiert werden.
  • Die richtige Lage muss durch Aspiration oder Vorinfusion (Antiemetikum) √ľberpr√ľft werden!
  • Bei Schmerzen, R√∂tung oder Schwellung w√§hrend der Infusion muss auch bei angeblich richtiger Lage des Venenkatheters sofort abgebrochen werden.
  • Bei schlechten Venenverh√§ltnissen bzw bei sehr lang dauernden Therapien sollte an einen zentralven√∂sen Zugang oder eine Port a Carth Implantation gedacht werden.

Die Gewebesch√§dlichkeit der Zytostatika ist unterschiedlich, w√§hrend manche nur leichte Reizungen verursachen (Bleomycin, Cisplatin, Cyclophosphamid,..) k√∂nnen andere zu schwerwiegenden Hautdefekten und Nekrosen f√ľhren,die eine chirurgische Intervention n√∂tig machen. (siehe folgende Tabelle:)

Besonderes Risiko besteht bei erh√∂htem Alter der Patient*innen (erh√∂hte Gef√§√übr√ľchigkeit) und bei schlechten Venenverh√§ltnissen (Adipositas).

Durch eine Chemotherapie wird im Knochenmark die Nachbildung von Blutzellen gehemmt. Betroffen sind vor allem die Leukozyten (weißen Blutkörperchen) aber auch die Thrombozyten (Blutplättchen) und die Erythrozyten (roten Blutkörperchen) können angegriffen werden.

Die Leukozyten sind im K√∂per f√ľr die Abwehr von Krankheitserregern zust√§ndig. Daher besteht bei einer Verminderung der Leukozyten ein erh√∂htes Infektionsrisiko. Das erste Zeichen einer solchen Infektion ist h√§ufig Fieber.


WAS KANN ICH TUN?

  • Selbstkontrolle durch Fieber messen - bei Temperatur √ľber 38 Grad, Sch√ľttelfrost, Entz√ľndungen der Schleimh√§ute besonders im Mund - sofortige Vorstellung beim Arzt !!
  • T√§gliche Ganzk√∂rperpflege (wie Duschbad). Vermeiden Sie Verletzungen wie zum Beispiel bei der Nagelpflege.
  • Meiden von Menschenansammlungen (wie im Kino, bei Konzerten, in √∂ffentlichen Verkehrsmitteln)
  • Kein K√∂rperkontakt mit Personen, die Infekte oder Herpes (Fieberblasen) haben .
  • Bei schwerer Abwehrschw√§che empfiehlt sich nur gekochtes und gesch√§ltes Obst und Gem√ľse, Mundhygiene mit Sp√ľlungen 4 - 5 x pro Tag, elektrisch rasieren statt nass und keine Arbeiten an Haustieren oder im Stall.

Bei verschiedenen Zytostatika kann es zum Auftreten von R√∂tung und Entz√ľndungen an den Handinnenfl√§chen und den Fu√üsohlen kommen. Die Ursache dieser als Hand-Fu√ü-Syndrom (palmo-plantare Erythrodys√§shesie) bezeichneten Nebenwirkung ist noch weitgehend ungekl√§rt. Die betroffenen Stellen sind je nach Auspr√§gung ger√∂tet und schmerzhaft und k√∂nnen die Aktivit√§ten im Alltag beeintr√§chtigen.

WAS KANN ICH TUN ?

  • Chremen Sie Ihre Handfl√§chen und Fu√üsohlen mehrmals t√§glich mit Melkfett ein
  • Vermeiden Sie wenn m√∂glich Schwitzen, Druck oder Reibung
  • Tragen Sie lose Kleidung, bequeme Schuhe
  • Duschen Sie kurz und nicht zu warm
  • Trinken Sie gek√ľhlte Getr√§nke
  • Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung
  • √úben Sie keine √ľberm√§√üige k√∂rperliche Aktivit√§t aus (Jogging, Sport)
  • Greifen Sie nicht in hei√ües Sp√ľlwasser
  • Kleben Sie sich keine Pflaster auf die Haut

Informationsblätter mit weiteren Tipps sind beim Pflegepersonal erhältlich!

Da die Epithelzellen der Schleimhaut eine hohe Proliferationsaktivit√§t aufweisen, k√∂nnen sie durch Chemotherapie gesch√§digt bzw. ihre nat√ľrliche Regeneration gest√∂rt werden. Dadurch kann es an der Mundschleimhaut nach Chemotherapie zum Auftreten von R√∂tungen und zu Schmerzen, zu Aphten und Ulzerationen und in schweren F√§llen zu Schleimhautblutungen kommen. Diese sind im Bereich der Mundschleimh√§ute gut sichtbar und treten meistens an der Wangenschleimhaut, Lippen, Mundboden oder Gaumen auf.

WAS KANN ICH TUN ?

  • Wichtig ist die t√§gliche Mundinspektion!
  • Verwenden sie weiche Zahnb√ľrsten. Zahnprothesen sorgf√§ltig reinigen und √ľber Nacht in Reiniger einlegen. Sp√ľlungen und Gurgeln mit Salbeitee oder -wenn verordnet- mit antiseptischen L√∂sungen ( z.B.: Hexoral).
  • Extrem hei√üe oder kalte Speisen und Getr√§nke sind zu meiden. Auch sollten ihre Speisen nicht zu scharf gew√ľrzt sein.
  • Bei manchen Therapien wird das Sp√ľlen mit Mycostatin-L√∂sung empfohlen, dabei sollte auch ein Teil der L√∂sung geschluckt werden (zum Schutz der Speiser√∂hre vor Pilzinfektionen)
  • G√ľnstig sind - vor allem wenn sie Probleme haben - gek√ľhlte, breiige Nahrung und Getr√§nke. Angenehm ist auch die Benutzung eines Trinkhalmes.
  • eventuell nach Verordnung ihres Arztes kann man √∂rtlich schmerzstillende L√∂sungen oder Gels verwenden oder auch systemisch wirksame Schmerzmittel.

Andere Schleimhäute die evtl. betroffen sein können, sind die Nasenschleimhaut oder die Schleimhäute von Speiseröhre, Magen, Darm, Blase, Vagina oder die Analschleimhaut. Ist dies der Fall, wenden Sie sich bitte an ihren Arzt, der Ihnen die entsprechenden Maßnahmen mitteilt.

Verdauungsbeschwerden, die im Rahmen einer Chemotherapie auftreten können, sind sowohl Verstopfung als auch Durchfall.

Viele Patient*innen reagieren auf Chemotherapie oder auf Bestrahlung der Bauchregion mit Durchfall. Die St√§rke des Durchfalls h√§ngt von der Art und Dosis der verabreichten Zytostatika und von der pers√∂nlichen Veranlagung ab. Auch die seelische Belastung kann hierzu beitragen. Der Grund f√ľr den Durchfall, der durch die Zytostatika verursacht wird, liegt darin, dass bei einer Chemotherapie neben den Tumorzellen auch die schnell wachsenden Zellen der Darmschleimhaut gesch√§digt werden k√∂nnen. Dadurch kann im Dickdarm nicht mehr die n√∂tige Menge an Fl√ľssigkeit resorbiert werden, der Stuhl wird fl√ľssig. Bei starken Durchf√§llen ist oft eine Dosisreduktion der Chemotherapie n√∂tig. Durchfall kann aber auch Ausdruck einer Darminfektion sein und sollte daher besonders wenn er massiv oder lang andauernd ist von √§rztlicher Seite abgekl√§rt werden.

Im Gegensatz dazu f√ľhren manche Zytostatika nicht zu Durchfall, sondern zu Verstopfung oder zu einem Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung. Manche Zytostatika greifen die Zellen an, die f√ľr die Bewegung des Darmes notwendig sind und verursachen dadurch die Obstipation. Weiters k√∂nnen auch Bettl√§grigkeit, mangelnde Bewegung und einige Begleitmedikamente eine Ursache sein.

WAS KANN ICH GEGEN DURCHFALL TUN ?

  • Als Di√§t empfiehlt sich eine leichte, kaliumreiche Kost und reichlich Fl√ľssigkeit. G√ľnstig sind Bananen, Heidelbeeren, Orangen, Pfirsich- und Marillennektar.
  • Essen Sie ballaststoffarme Nahrung wie: Wei√übrot, wei√üen Reis, Nudeln, Joghurt, Kartoffelp√ľree und p√ľriertes Gem√ľse oder Huhn.
  • Trinken Sie keinen Alkohol oder Kaffee, weiters m√∂glichst keine Milchprodukte und Fruchts√§fte. und keine kohlens√§ureh√§ltigen Getr√§nke.
  • Meiden Sie ballaststoffreiche Kost, wie Vollkornbrot, rohes Gem√ľse, Bohnen,... und gebackene, fette und stark gew√ľrzte Speisen.
  • Zur Analhygiene eignet sich weiches Toilettepapier, nach dem Stuhlgang sorgf√§ltiges trocknen und abtupfen. Schutz der Analschleimhaut mit abdeckenden Salben wie z.B. Mirfulan.

WAS KANN ICH GEGEN VERSTOPFUNG TUN ?

  • Essen Sie vor allem ballaststoffreiche Lebensmittel wie Obst und Gem√ľse, Vollkornprodukte, N√ľsse, Mais, Rosinen, Datteln.
  • Morgens n√ľchtern frische Obsts√§fte trinken,
  • Versuchen Sie generell viel zu trinken, mindestens zwei Liter am Tag.
  • Machen Sie viel Bewegung.
  • Abf√ľhrende Mittel sollten Sie nur nach R√ľcksprache mit Ihrer √Ąrztin/Ihrem Arzt einnehmen.

Infos zu klinischen Studien

Klinische Pr√ľfungen sind notwendig, um Fortschritte und Therapieoptimierungen gew√§hrleisten zu k√∂nnen.
F√ľr Sie resultiert aus der Teilnahme an einer klinischen Pr√ľfung nur eine intensivere medizinische Betreuung.

Anreise & Lageplan

Anreise Standort Leoben

Adresse:  Vordernbergerstra√üe 42, 8700 Leoben

Anreise mit √Ėffentlichen Verkehrsmitteln: Der Bahnhof befindet sich ca. 15 Gehminuten vom Krankenhaus entfernt. Die n√§chste Bushaltestelle befindet sich 5 Gehminuten vom Krankenhaus

An- und Heimreise mit dem Taxi: Taxistandpl√§tze befinden sich direkt beim Eingang S√ľd. Die Mitarbeiter an der Information bestellen Ihnen auch gerne ein Taxi.

Anreise mit dem PKW: Folgen Sie der Kärntner-Straße und nehmen Sie die Ausfahrt zur Vordernberger Straße. Das Krankenhaus befindet sich nach ca. 500 Metern auf der linken Seite. Hier befindet sich auf der linken Seite auch die Einfahrt zur Tiefgarage.

 

Parkmöglichkeiten am Standort Leoben

Das Abstellen von PKW¬īs im Anstaltsareal ist in der Tiefgarage oder auch in der gr√ľnen Zone vor dem Krankenhaus m√∂glich.

Die Tiefgarage ist durchgehend ge√∂ffnet und geb√ľhrenpflichtig: 

  • pro angefangener Stunde werden ‚ā¨ 1,30 berechnet
  • Tagestarif von ‚ā¨ 15,00

Die gr√ľne Zone ist kostenpflichtig in der Zeit von:  

  • Montag - Freitag von 08.00 - 18.00 Uhr
  • Samstag von 08.00 - 12.00 Uhr 

 

Anreise Standort Leoben

Adresse:  Vordernbergerstra√üe 42, 8700 Leoben

Anreise mit √Ėffentlichen Verkehrsmitteln: Der Bahnhof befindet sich ca. 15 Gehminuten vom Krankenhaus entfernt. Die n√§chste Bushaltestelle befindet sich 5 Gehminuten vom Krankenhaus

An- und Heimreise mit dem Taxi: Taxistandpl√§tze befinden sich direkt beim Eingang S√ľd. Die Mitarbeiter an der Information bestellen Ihnen auch gerne ein Taxi.

Anreise mit dem PKW: Folgen Sie der Kärntner-Straße und nehmen Sie die Ausfahrt zur Vordernberger Straße. Das Krankenhaus befindet sich nach ca. 500 Metern auf der linken Seite. Hier befindet sich auf der linken Seite auch die Einfahrt zur Tiefgarage.

 

Parkmöglichkeiten am Standort Leoben

Das Abstellen von PKW¬īs im Anstaltsareal ist in der Tiefgarage oder auch in der gr√ľnen Zone vor dem Krankenhaus m√∂glich.

Die Tiefgarage ist durchgehend ge√∂ffnet und geb√ľhrenpflichtig: 

  • pro angefangener Stunde werden ‚ā¨ 1,30 berechnet
  • Tagestarif von ‚ā¨ 15,00

Die gr√ľne Zone ist kostenpflichtig in der Zeit von:  

  • Montag - Freitag von 08.00 - 18.00 Uhr
  • Samstag von 08.00 - 12.00 Uhr